Rheinpfalz Online, 27.05.1999 

Beirat soll Hilfe für Diabetiker forcieren

Landtag beschließt neue Einrichtung beim Gesundheitsministerium

MAINZ (lrs). Beim rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium soll ein Beirat gebildet werden, der bei der Entwicklung des geplanten Konzepts zur Verbesserung der Diabetikerversorgung im Bundesland mithilft.

Das beschloß der Landtags gestern einstimmig auf Antrag der SPD-Fraktion. Dem Gremium sollen Vertreter aus dem ambulanten und stationären Versorgungsbereich, der Kostenträger und der Selbsthilfegruppen angehören. Gesundheitsminister Florian Gerster (SPD) nannte als ein Hauptziel des angestrebten Konzepts die Früherkennung und rechtzeitige Maßnahmen gegen die Krankheit, um schwerwiegende Folgeerkrankungen und Schäden zu vermeiden.
Nach Schätzungen seien in Rheinland-Pfalz etwa 200.000 Menschen an Diabetes mellitus erkrankt. Hinzu komme noch eine erhebliche Dunkelziffer, da die Krankheit oft unerkannt bleibe. Die geplante Konzeption sehe unter anderem die Einrichtung eines Diabetesregisters und den Ausbau des Vorbeugungs- und Aufklärungsangebots gemeinsam mit Ärzten, Apothekern, Krankenkassen und Selbsthilfegruppen vor. Darüber hinaus sollten stationäre und ambulante Versorgungsangebote stärker miteinander verzahnt und Schwerpunktpraxen für die Versorgung von Dibabetikern weiter ausgebaut werden. Dabei lege die Landesregierung Wert auf die Mitwirkung von Fachleuten, betonte Gerster. Das sei mit dem Beirat gewährleistet.

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