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Minister Rüttgers weiht weltweit modernste Humaninsulinanlage ein 

Biotechnologische Produktion bei Hoechst Marion Roussel sichert 250 Arbeitsplätze 

Hoechst Marion Roussel 

Im Frankfurter Industriepark Höchst hat Bundesforschungsminister Dr. Jürgen Rüttgers heute die weltweit modernste Anlage zur Produktion von Humaninsulin in Betrieb genommen. Die biotechnische Anlage der Hoechst Marion Roussel Deutschland GmbH (HMR) leistet einen wichtigen Beitrag, den weltweit wachsenden Bedarf an Insulin zu decken. HMR hat für den Bau der Anlage über 170 Mio. DM investiert und sichert damit dauerhaft 250 hoch-qualifizierte Arbeitsplätze in Deutschland. 

Wie Dr. Heinz-Werner Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung von HMR Deutschland, im Rahmen einer Pressekonferenz ausführte, rechnet das Unternehmen im Rahmen der biotechnischen Produktion von Insulin mit einem jährlichen Umsatz von ca. 260 Millionen DM allein in Deutschland. Bis Ende des Jahres plant HMR, noch einmal 37 Millionen DM in die Produktionsanlagen für ein Humaninsulin mit Langzeitwirkung zu investieren. 

Antwort auf steigenden Insulinbedarf 
Mindestens 120 Millionen Diabetiker gibt es nach Schätzungen der Welt-gesundheitsorganisation weltweit. Jährlich werden rund fünf bis sechs Tonnen Insulin benötigt. Bereits in den siebziger Jahren wurde auf mögliche Engpässe in der Versorgung aufmerksam gemacht. Dem steigenden Insulinbedarf kann Hoechst Marion Roussel jetzt auch international gerecht werden: Die Produktion ist Rohstoff- und abfallärmer als herkömmliche Methoden. Biotechnisch hergestelltes Humaninsulin ist nahezu unbegrenzt verfügbar. Dadurch kann HMR den neuen Wirkstoff verstärkt weltweit anbieten. Die bisherige aufwendige Produktion von Humaninsulin auf der Basis von Schweineinsulin erlaubte in der Vergangenheit vornehmlich die Deckung des deutschen Bedarfs: 90% des in Frankfurt produzierten Humaninsulins erreichten ausschließlich Zuckerkranke in Deutschland. 

Signal für Standort Deutschland 
Die Anlage zur gentechnologischen Produktion von Humaninsulin durchlief einen fast 15-jährigen Genehmigungsprozeß einschließlich der Weiterentwicklung des Produktionsverfahrens und der arzneimittelrechtlichen Zulassung. Bundesforschungsminister Dr. Jürgen Rüttgers bezeichnete den Beginn der biotechnologischen Produktion von Humaninsulin daher als Ereignis von wirtschaftspolitischer Bedeutung: „Heute ist ein guter Tag für die deutsche Biotechnologie. Die Einweihung der modernsten Humaninsulinanlage der Welt ist ein Gütesiegel für den Standort Deutschland. Es gibt in Europa keinen Biotech-Standort, der bessere Bedingungen für Forschung, Entwicklung und Produktion bietet als Deutschland. 

 Die Humaninsulinanlage sichert 250 hochqualifizierte Arbeitsplätze. Das zeigt: In Deutschland haben wir nicht nur alles Wissen dieser Welt. Wir haben exzellent ausgebildete Menschen. Und damit die Produktionskompetenz, die man für den High-Tech-Sektor Biotechnologie braucht. Die Biotechnologie bietet ein großes Potential an Arbeitsplätzen. Wir können 70.000 zusätzliche Arbeitsplätze bis zum Jahr 2000 erreichen." 

 Hoechst Marion Roussel sieht in dem Start der biotechnischen Insulinproduk-tion in Frankfurt ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit des Standortes Deutschland. Nach den Worten des Vorsitzenden der Geschäftsführung, Dr. Heinz-Werner Meier, ist die Anlage das Ergebnis hochqualifizierter Forschung, die auch für die Zukunft der Hoechst AG von großer Bedeutung sei. „Im Rahmen des globalen Wettbewerbs der pharmazeutischen Industrie hat HMR mit dieser Anlage unter Beweis gestellt, daß auch in Deutschland Biotechnologie auf hohem Niveau zu realisieren ist." 

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