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Diabetes mellitus ist ein bedeutendes
und zunehmendes Gesundheitsproblem in Europa - in jedem Lebensalter und
in allen Ländern. Er verursacht immer noch lange Krankheit und bedeutet
zu oft frühen Tod. Mindestens zehn Millionen Bürger Europas sind
davon bedroht.
Es ist Aufgabe und Pflicht der Regierungen und Gesundheitsministerien
der einzelnen Länder, Bedingungen zu schaffen, unter denen sich die
schwere Last von Krankheit und Tod in erheblichem Maße verringert.
Die Länder sollten das Problem des Diabetes offiziell anerkennen und
Ressourcen zu einer Lösung bereitstellen. Auf lokaler, staatlicher
und europäisch-regionaler Ebene sollten Pläne zur Verhütung,
Erkennung und Behandlung des Diabetes erarbeitet werden. Insbesondere hinsichtlich
seiner Komplikationen: Erblindung, Nierenversagen, Gangrän und Amputation,
schwere Herzkrankheiten und Schlaganfall. Heute getätigte Investitionen
werden in Zukunft Verringerung menschlichen Elends und enorme personelle
und materielle Vorteile bringen.
Die nachstehend aufgeführten Gesamtziele und Zielvorgaben für
fünf Jahre lassen sich durch die organisierte Zusammenarbeit der medizinischen
Einrichtungen und Organisationen in aktiver Partnerschaft mit den Diabetikern,
ihren Angehörigen, Freunden und Arbeitskollegen sowie ihren Organisationen
erreichen: bei der Bewältigung der eigenen Erkrankung und der entsprechenden
Schulung; bei der Planung und Bereitstellung der gesundheitlichen Versorgung
einschließlich deren Qualitätssicherung; in den staatlichen,
regionalen und internationalen Organisationen zur Verbreitung von Informationen
über die Erhaltung der Gesundheit; durch Förderung von Forschung
und Anwendung ihrer Ergebnisse. |
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